Hallo Kuala Lumpur

„Abenteuer beginnen, wo Pläne enden“ – ganz untypisch für mich, aber ich mache mich heute ohne konkreten Plan auf den Weg. Meine Unterkunft (The Bed Station) liegt mitten in China Town und ist ein guter Ausgangspunkt, um KL erkunden. Ich lande zuerst am Central Market, der nicht nur mit vielen Leckereien sondern auch mit allerlei Krimskrams, Kleidung und Souvenirs Einheimische und Touristen anzieht. Danach geht es weiter Richtung Merdeka Square, ein bekannter Platz in KL, der jedoch auf Grund der vielen Bauarbeiten und Absperrungen nicht ganz so hübsch aussieht wie es wahrscheinlich sonst der Fall ist. Dagegen beeindruckt mich das Sultan Abdul Samad Building, das ihr auch auf den Fotos sehen könnt, sehr. Ein historisches Gebäude mit einer imposanten maurischen Bauweise und hübschem Glockenturm.

Sultan Abdul Samad Building

Danach setze ich mich in einen der vielen kostenlosen GOKL-Busse und fahre bis zum KL Tower (siebthöchster Fernsehturm der Welt!). Da eine Aussicht von ganz oben für mich persönlich auf keiner Stadterkundung fehlen darf, gönne ich mir ein Ticket für das in 300m Höhe gelegene Skydeck. Der Ausblick auf die vielen Wolkenkratzer hat sich gelohnt und ich gehe auch in eine der beiden Skyboxes. Dort ist sogar der Boden verglast und man kann direkt hinuntersehen – find ich ziemlich cool! Ein weiteres Highlight ist der Blick auf das Wahrzeichen der Stadt: Die Petronas Twin Towers.

KL Tower
Skyline – ganz links die Twin Towers
In der Skybox

Da ich mir diese auch gern von unten anschauen möchte, geht es mit dem Bus direkt weiter. Auch aus dieser Perspektive sind die beiden Türme gigantisch und ich knipse ein Foto nach dem anderen. In der Mitte der Türme befindet sich übrigens eine riesengroße Mall, in der ich dann tatsächlich länger als geplant festsitze, da es plötzlich wie aus Eimern schüttet. Da das Wetter im Laufe des Nachmittags nicht wirklich besser wird, mache ich mich auf den Rückweg und nutze den Abend, um meine Weiterreise zu planen. Erster Eindruck von Kuala Lumpur? Top!

Petronas Twin Towers

Am nächsten Tag geht es zunächst zu den Batu Caves, die etwas außerhalb der Stadt liegen, mit dem Zug aber super zu erreichen sind. Es handelt sich hierbei um riesengroße Höhlen mit wunderschönen Tempeln. Den Eingang schmückt eine gigantische goldene Statue, zu den Höhlen gelangt man dann über steile, kunterbunte Stufen. Hier wimmelt es nicht nur von Touristen sondern auch von Affen, von denen man besser Abstand hält. Während ich dort bin, werden einige Leute, die Essen mit in die Höhle gebracht haben, angegriffen und gebissen. Nicht verwunderlich, denn ich kann auch wieder einige sehr sehr dumme Menschen beobachten, die die Affen sogar füttern. Ansonsten ist der Ort absolut magisch und wirklich beeindruckend.

Batu Caves
Aufstieg Batu Caves

Mit dem Zug geht es danach wieder Richtung Hauptbahnhof. Von da aus laufe ich durch das Viertel „Little India“. Auf dem Weg zum Botanischen Garten verlaufe ich mich trotz Navigation mehrmals, gebe jedoch nicht auf und komme nach einer gefühlten Ewigkeit auch an. Bei 34 Grad und praller Sonne kein Vergnügen, daher lege ich erstmal eine Pause ein und lasse den hübschen Garten mit See und Skyline im Hintergrund auf mich wirken. Auf dem Rückweg will ich der Nationalmoschee noch einen Besuch abstatten, diese hat jedoch leider schon/wieder geschlossen. Stattdessen schaue ich mir zwei Tempel an, die nur wenige Minuten von meiner Unterkunft entfernt liegen. Wie auch am Tage zuvor zieht plötzlich ein Gewitter auf und es fängt ordentlich an zu schütten. Daher erstmal ins Hostel und Füße hoch!

Botanical Garden
Sri Mahammariamman Temple

Abends fahre ich dann nochmal zu den Twin Towers und sehe mir die bunten Wasserlichtspiele im Park hinter den Türmen an. Jetzt bin ich platt. Nach 18km Lauferei will ich einfach nur noch ins Bett. Morgen geht’s wieder früh raus, denn ich fahre nach Melakka!

Vorher aber noch schnell ein kurzes Fazit zu KL: So eine tolle Stadt mit wahnsinnig netten Menschen, leckerem Essen und unfassbar vielen Eindrücken. Man kommt sehr einfach von A nach B und es gibt sooo viel zu entdecken. Außerdem empfinde ich KL als sehr günstig. Als alleinreisende Frau habe ich mich bisher keine Sekunde unwohl gefühlt. Ich kann KL daher wärmstens empfehlen!

Wasserlichtspiele an den Petronas Towers

4 Kommentare zu „Hallo Kuala Lumpur

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