Tolle Tage auf Nusa Lembongan und Nusa Ceningan

Habt ihr auch ein Fahrradschloss?“, frage ich den Mitarbeiter des kleinen, hübschen Hostels auf Nusa Lembongan. „Nö, brauchst du nicht“, antwortet er mir. „Und, wenn es geklaut wird, was ist dann?“ – er grinst mich an, zuckt mit den Achseln und sagt nur: „Keine Ahnung“. Na gut – typisch Juli, ich mach mir mal wieder zu viele Gedanken. Ohne Schloss schwinge ich mich also auf den klapprigen Drahtesel und fahre los. Mit dem Fahrrad möchte ich die schönsten Orte der Insel Nusa Lembongan entdecken und auch einen Abstecher auf die Nachbarinsel Ceningan machen. An mir vorbei heizen 10Jährige Kinder mit ihren drei jüngeren Geschwistern auf dem Roller. Helm? Völlig überbewertet. Ich ernte einige irritierte Blicke, da ich weit und breit die einzige Fahrradfahrerin bin. Nach einer knappen Stunde bereue ich die Aktion dann auch zum ersten Mal, denn es geht steil bergauf. Also ist erstmal Schieben angesagt. Der Ausblick von oben entschädigt jedoch jede Anstrengung. Meine Fahrradtour führt mich an wunderschönen Stränden und Klippen, wie z.B. dem Devil’s Tear, vorbei. Hier lege ich eine kurze Pause ein und trete vorsichtig an die steilen Klippen. Erst gestern hat hier wohl jemand sein Leben gelassen, um ein tolles Foto zu ergattern und wurde dann von den Wellen mitgerissen. Dennoch stehen hier wahnsinnig viele Touristen am Rande der Klippen und schießen ein Foto nach dem anderen. Ziemlich doof, wenn man die Natur unterschätzt und sein Leben riskiert, um ein möglichst tolles Foto im Netz hochzuladen. Naja.. kurze Bemerkung für Mama: ich war vorsichtig!!

Devil‘s Tear
Ein paar Roller. Und mein Fahrrad 😉
Wunderschöne Strände auf Nusa Lembongan
Blick auf Bali und den Vulkan Mount Agung
Pause am Dream Beach
Dream Beach

Über die Yellow Bridge erreiche ich dann die etwas kleinere Insel Ceningan. Die Brücke ist übrigens im Oktober während eines Festes eingestürzt und riss 8 Menschen mit sich. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Auf Nusa Ceningan entdecke ich weitere, wunderschöne Strände und türkisblaues, klares Wasser und schmeiße mich daher erstmal ins kühle Nass. Im Vergleich zu anderen Ecken Indonesiens ist das Meer hier glücklicherweise sehr kühl und erfrischend. Von hier aus habe ich sogar ein paar Delfine (oder Wale? Oder Haie?) sehen können.

Yellow Bridge
Blue Lagoon auf Ceningan Island
Blick vom Mahana Point. Hier kann man sich von den Klippen ins Meer stürzen. Am gegenüberliegenden Strand habe ich gebadet.

Was darf auf einer Bali-Reise nicht fehlen? Surfen natürlich! Daher buchte ich für den nächsten Tag einen Surfkurs. Ich habe zwar schon zweimal einen gemacht (Hawaii und Portugal), aber das ist eine halbe Ewigkeit her. Mit dem Boot tuckern wir auf’s Meer hinaus und sehen von weitem schon die vielen Profi-Surfer, die von den Wellen mitgerissen werden und den ein oder anderen Stunt absolvieren. Nach einer vorherigen Einweisung an Land paddeln wir nun los. Wider Erwarten meistere ich die erste Welle recht gut und stehe mit einem breiten Grinsen auf dem Surfboard. Die Wellen danach meinen es dann jedoch nicht ganz so gut mit mir. Nach knapp zwei Stunden geht uns vom ganzen Paddeln die Kraft aus und wir fahren wieder an Land. Das war ein Spaß!

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