Trauminsel Nusa Penida

Am nächsten Morgen geht es mit dem Fastboat auf die größere Nachbarinsel Nusa Penida. Ich habe schon viel darüber gelesen und Bilder gesehen und möchte die Schönheit der Insel nun unbedingt mit eigenen Augen sehen. Kurz nach meiner Ankunft im Hostel schließe ich mich 3 Mädels aus England an, die eine Tour zu den Highlights der Westküste gebucht haben. Auf Grund der schlecht bzw. kaum asphaltierten Straßen wird abgeraten, die Insel auf eigene Faust mit dem Roller zu erkunden. Erster, und wahrscheinlich bekanntester, Stopp ist der Kelinking Beach. Trotz hohem Touristenandrang bietet sich ein wunderschöner Blick auf den riesengroßen Felsen, der die Form eines Dinosauriers hat. Leider haben wir keine Zeit für den 40-minütigen Abstieg zum Strand. Aber der Ausblick von oben ist der Wahnsinn! Danach geht’s weiter zum Angels Billabong, Broken Beach und zur Manta Bay. Von dort oben können wir riesengroße Schatten im Wasser sehen. Mantarochen – ich bin begeistert! Letzter Stopp ist der Crystal Beach, dort gehen wir dann auch schwimmen und lassen den Ausflug bei einem traumhaft schönen Sonnenuntergang ausklingen. Der Tag übertrifft tatsächlich alle meine Erwartungen – sowas schönes hab ich bisher wirklich selten gesehen. Die folgenden Bilder sind übrigens komplett unbearbeitet!

Kelingking Beach
Angel’s Billabong
Broken Beach
Blick auf die Manta Bay – die dunklen Flecken im Wasser sind die Mantas
Crystal Bay

Ich lege einen Tag Pause ein (das viele Rumreisen kann auch sehr anstrengend sein!) und verbringe den Tag mit Lesen, Entspannen und Reiseplanung. Für den nächsten Morgen buche ich dann eine Schnorcheltour, die mich unter anderem auch zu den Mantarochen führen solle. Mantarochen können bis zu 7m groß werden und sind sehr neugierige Tiere – für den Menschen sind sie jedoch ganz ungefährlich, da sie, im Gegensatz zu den meisten anderen Rochen, keinen Giftstachel haben und sich zudem ausschließlich von Plankton ernähren. Mit dem Boot geht es in die Manta Bay, denn hier tummeln sich besonders viele der gigantischen Tiere. Schon vom Boot aus können wir die großen Schatten im Wasser sehen. Wir springen hinein und sind direkt von 4 Riesenmantas umgeben, die uns immer wieder umkreisen. Die neugierigen Tiere kommen sehr dicht und sind zum Greifen nah. Anfassen sollte man sie natürlich trotzdem nicht. Das ist ein toller, einzigartiger Moment, den ich wohl nie wieder vergessen werde. Ich schwimme eine ganze Weile mit den Mantas und bin wirklich überwältigt. Falls ihr die Begegnung mit Mantas noch nicht auf eurer Bucketlist habt, solltet ihr diesen Punkt dringend ergänzen. Für mich ist es ein weiteres TOP Highlight meiner Reise. Die 3 anderen Schnorchelspots sind auch schön, denn rund um Nusa Penida findet man noch viele, bunte Korallen und Fische.

Meine erste Begegnung mit einem Mantarochen

Für den Nachmittag buche ich eine weitere Tour, da ich unbedingt auch die Ostküste Nusa Penidas sehen möchte. Wir sind eine buntgemischte Gruppe (ein 19-jähriger Niederländer, ein 19-jähriger Brite und eine 40-jährige Amerikanerin) und haben uns einen wunderbaren Tag zusammen. Als erstes geht’s zum Diamond Beach und Atuh Beach – zwei Traumstrände wie aus dem Bilderbuch. Der Ab- und Aufstieg ist allerdings sehr schweißtreibend und nicht ganz einfach, der Weg lohnt sich jedoch und wir kühlen uns an beiden Stränden im türkisblauen Wasser ab und schießen viele Fotos.

Diamond Beach
Endlich unten angekommen
Atuh Beach

Nächster Stopp ist der One Thousand Island Point, von dem wir einen tollen Ausblick auf die umliegenden Inseln haben. Hier kann man sogar Baumhäuser mieten, die allerdings mit 200$/Nacht nicht ganz günstig sind.

One Thousand Island Point

Nachdem wir uns in einem hübschen Restaurant am Meer gestärkt haben, fahren wir zu unserem letzten Stopp, dem Höhlentempel Giri Putri. Hier findet gerade eine Zeremonie statt, in die wir unglücklicherweise hineinplatzen. Die netten Hindus segnen uns, zeigen uns den Eingang der Höhle und wir steigen hinab. Die Höhle ist riesengroß und es ist ein unglaubliches Gefühl durch diesen heiligen Ort zu laufen. An einigen Stellen finden kleine Zeremonien statt und wir schauen diesen zu. Es ist manchmal so schwierig meine Erlebnisse in Worte zu fassen, aber die Momente in diesem Tempel waren wirklich magisch.

Zeremonie am Giri Putri Temple

Nach diesem ereignisreichen Tag sind wir ziemlich erschöpft und fahren zurück ins Hostel. Ich muss nun packen, denn morgen geht es schon wieder weiter. Ich bin noch zwei Tage in Sanur und werde mich dann, auch wenn es mir sehr schwer fällt, vorerst von Asien verabschieden.

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