Welcome to paradise – Espiritu Santo

Ich habe das große Glück ab Tanna mit einer kleinen Maschine zur nächsten Insel zu fliegen. Gerade mal 20 Passagiere sitzen im Flieger, den Piloten können wir ins Cockpit schauen. Der Ausblick aus dem Flugzeug ist der Hammer. Wir fliegen über winzig kleine Inseln, das Wasser hat die verschiedensten Blautöne.

Spätabends komme ich auf Espiritu Santo an. Mein Fahrer Charley holt mich am Flughafen ab und bringt mich zu meiner Unterkunft am Lonnoc Beach. Obwohl ich das Dorm gebucht habe, darf ich in einer der Hütten mit Doppelbad und eigenem Badezimmer schlafen – Jackpot! Erst am nächsten Morgen realisiere ich, dass die Unterkunft direkt an einem wunderschönen, einsamen Strand liegt. Die Gastgeber sind unglaublich freundlich und es sind kaum Leute hier. Nach dem Frühstück schnappe ich mir eines der Kayaks und paddle zum wunderschönen Champagne Beach. Die Sonne scheint, das Wasser ist türkisblau und kristallklar. Nach ca. 20 Minuten komme ich am wohl schönsten Strand, den ich bisher auf meiner Reise gesehen habe, an. Auch hier ist fast keine Menschenseele. Ich verbringe ein paar nette Stunden mit Schwimmen, Schnorcheln, Lunch und einem Nickerchen am Strand und mache mich dann mit dem Kayak auf den Rückweg.

Dort angekommen erblicke ich ein bekanntes Gesicht. Flavia habe ich auf Mana Island auf Fiji kennengelernt, in Port Vila haben wir uns dann wiedergetroffen und ein paar Tage zusammen verbracht. Eigentlich hatte sie eine andere Unterkunft gebucht, es gab dort jedoch Probleme und daher hat sie sich nun hier einquartiert (übrigens ohne zu wissen, dass ich auch hier bin).

Ich erzähle ihr von dem schönen Strand, wir schnappen uns erneut die Kayaks und paddeln los.

Für den nächsten Tag buchen wir Charley, um die Insel zu erkunden. Es ist nämlich leider gar nicht einfach von A nach B zu kommen. Öffentliche Busse gibt es nicht wirklich. Wir fahren in den Süden der Insel zum „Million Dollar Point“. Hier liegt nicht nur ein Schiffswrack, sondern auch andere Schätze, die die Amerikaner während des zweiten Weltkriegs im Meer versenkt haben. Wir schnappen uns unsere Schnorchelausrüstung und gehen auf Unterwassererkundungstour. Hier treffen wir auf viele bunte Korallen und Fische.

Danach fahren wir zum Matavulu Blue Hole, ein bis zu 15 m tiefes Loch, aus dem glasklares Grundwasser aus dem Kalkgestein hervortritt. Bedingt durch den Kalk-Sand nimmt das Wasser eine fast unnatürliche Blaufärbung an. Das Wasser ist zudem so klar, dass wir bis zum Grund sehen können.

Am Blue Hole gibt es zwei „Lianen“, mit denen man sich ins Wasser schwingen kann. Während uns der erste Sprung noch verhältnismäßig wenig Überwindung kostet, ist der zweite dann eine wirkliche Herausforderung. Von einer Plattform an einem riesengroßen Banyantree kann man sich an einem langen Seil ins Wasser schwingen. Nach kurzem Zögern macht Flavia es vor, klettert die Leiter hinauf und gleitet graziös à la Jane ins Wasser. Wer mich kennt, weiß, dass ich für solche Abenteuer natürlich auch zu haben bin. Ich brauche fast ’ne Stunde bis ich mich dann auch endlich traue. Das kann ich mir ja schließlich nicht entgehen lassen.. meine Beine zittern, als ich die Leiter hochklettere. Es ist wirklich verdammt hoch. Endlich kann ich meine Angst überwinden und schwinge mich ins Wasser.

Der erste Sprung

Wir fahren zu einem weiteren Blue Hole, dem Nanda’s Blue Hole. Das Wasser ist noch tiefer, noch klarer, noch blauer. Wir sind fast die einzigen Touristen (liegt vielleicht auch an dem saftigen Eintrittspreis). Hier sind sogar einige recht große Fische unterwegs und wir schnorcheln durch das kühle Wasser.

Einfach mal treiben lassen

Den Tag lassen wir am schönen Strand von Port Olry ausklingen. Die Sonne geht unter und wir machen uns auf den Rückweg.

Die nächsten zwei Tage verbringen wir am Strand der Unterkunft mit Sonnen, Kayaking, Schwimmen, Schnorcheln und Lesen. Außerdem machen wir Pläne für die nächsten Tage und buchen unsere Unterkunft in Luganville. Es erwarten uns weitere aufregende Tage, seid gespannt!

7 Kommentare zu „Welcome to paradise – Espiritu Santo

  1. Immer wenn man denkt da geht nicht mehr, kommt Juli mit noch schöneren Bildern daher… Auch wenn es mir manchmal nicht ganz geheuer, ich freue mich über Deine Abenteuer!!!!!Einfach nur der Hammer… Deine stolze Mama

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