Bay of Islands & Cape Reinga

Nach gut 4 Stunden Busfahrt erreiche ich den niedlichen Ort Paihia. Ich Glückspilz habe mal wieder Zimmer und Bad für mich allein bzw. eigentlich das komplette Hostel, denn wie sich herausstellt, bin ich der einzige Gast. In der Nebensaison zu reisen hat definitiv auch Vorteile. Direkt für den Nachmittag hab ich eine Delfin-Bootstour durch die Bay of Islands gebucht. Die Bay of Islands ist eine große Bucht mit 144 Inseln im Norden der Nordinsel und erstreckt sich rund 20km in das Landesinnere hinein.

Leider ist es total bewölkt und alles sehr grau. Ich setzte mich ganz oben aufs Deck. Hier ist es super windig und mir ist nach langer Zeit mal wieder kalt. Im Sommer stelle ich mir diese Tour sehr viel schöner vor. Es hat sich dennoch mehr als gelohnt, denn ich sehe unglaublich viele Delfine, die das Boot eine ganze Weile begleiten und sehr dicht kommen. So nah war ich Delfinen noch nie. Wirklich sehr beeindruckende und neugierige Tiere. Das Boot muss nach ca. einer halben Stunde dann beschleunigen, um die Tiere „abzuwimmeln“, da sonst das natürliche Verhalten gestört wird (oder so… vielleicht hab ich’s auch nicht richtig verstanden). Wir fahren zum bekannten Hole in the Rock, eine Felsformation mit einem 16m hohen Tunnel, und fahren an vielen weiteren, kleinen Inseln vorbei. Die Bootstour insgesamt ist sehr schaukelig. Vielen anderen geht es schlecht, zum Glück bin ich nicht seekrank. Für Flo wäre das definitiv nichts gewesen….

Der Hafen von Paihia
Hole in the Rock

Am nächsten Tag fahre ich zum nördlichsten Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga. Da ich ohne Auto nicht wirklich mobil bin, habe ich einen Ausflug gebucht. Das Wetter spielt morgens leider so gar nicht mit. Es ist sehr diesig und regnet. Als wir dann für eine kurze Kaffeepause an einem hübschen Strand anhalten, hört der Regen glücklicherweise auf und die Sonne strahlt uns an. Mit dem Bus geht es weiter zum 90 Mile Beach – wie der Name schon verrät ein sehr, sehr langer Strand. Zunächst etwas gewöhnungsbedürftig: Hier fahren Autos und Busse direkt auf dem Strand. Wir fahren zu einer großen Sanddüne, Sandboarding steht auf dem Programm! Hab ich in Australien schon mal ausprobiert, aber diese Sanddüne ist nochmal sehr viel höher und steiler. Wie immer kostet das erste Mal etwas Überwindung, das zweite und dritte Mal macht’s dann richtig Spaß und mit einem Affentempo düse ich die Düne herunter. Nach einer Mittagspause an einem hübschen, einsamen See fahren wir dann endlich zum Cape Reinga. Die Fahrt dorthin ist schon ein Traum. So tolle Landschaft, so viel Grün! Am Cape Reinga angekommen, laufe ich den Weg zum Leuchtturm hinunter und genieße den Ausblick auf das Meer und die grünen Wiesen. Hier treffen übrigens der blaue Pazifik und die grüne Tasmansee aufeinander. An einigen Tagen kann man wohl eine klare Linie erkennen. Übrigens hat das Ekel-Niesel-Wetter auch seine Vorteile: auf dem Weg begegnen wir immer wieder Regenbögen.

90-Mile-Beach
Lunchstop
Nördlichster Punkt Neuseelands

Nach einer langen Busfahrt und einem noch längeren Tag komme ich zurück im Hostel an. Ich bin immer noch komplett alleine. Also Musik laut aufdrehen und durch’s Zimmer tanzen! Energie hab ich noch…

2 Kommentare zu „Bay of Islands & Cape Reinga

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