Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao

So heißt das Maori-Dorf, das ich heute besucht habe. Kurzform: Whakarewarewa Village. Die Sprache der Maori benutzt übrigens nur 14 Buchstaben, im Namen des Dorfes fehlt lediglich der Buchstabe M. Das Whakarewarewa Village liegt auf einem Geothermalfeld und nutzt die geothermische Energie in seinem Alltag. Das heiße Wasser wird beispielsweise zum Kochen und Baden genutzt. Angeblich können durch das Baden im Wasser, das wichtige Öle und Mineralien enthält, viele Krankheiten geheilt werden. Allerdings sind die alkalischen, chloridhaltigen Quellen auch mit Vorsicht zu genießen, da die Oberfläche bis zu 120 Grad heiß werden kann. Am Grund ist es wohl noch sehr viel heißer, sodass nicht einmal die Tiefe ermittelt werden.

Während der Führung sehen wir nicht nur die Geysire sowie zahlreiche Thermalquellen und Schlammtöpfe, sondern erfahren auch einiges über das Leben im Dorf und die Kultur der Maori. Hier eine kurze Zusammenfassung :

Maori sind die Ureinwohner Neuseelands, die ursprünglich aus dem polynesischen Hawaiki kommen und Neuseeland vermutlich im 13. Jahrhundert besiedelt haben. Ende des 18. Jahrhunderts veränderte sich durch die Ankunft der Europäer vieles. Neuseeland wurde kolonisiert und die Kultur der Maori war lange Zeit nicht anerkannt. Heutzutage sind etwa 14% der Gesamtbevölkerung Maori und die Maori-Kultur spielt für die Identität Neuseelands eine wichtige Rolle. Sie zeigen stolz ihre Tattoos, leben offen ihre Traditionen und erzählen ihre Mythen und Legenden.

Die Führung durch das Dorf wird mit einer eher angsteinflößenden, aber sehr beeindruckenden, Tanzshow abgerundet. Danach gönne ich mir im Café des Dorfes einen Maiskolben, der im Dampf der Thermalquellen zubereitet wurde.

Hier wird gekocht
Thermalbäder
Versammlungsort des Dorfes
Maori-Tanz

Der Tag ist noch jung, daher breche ich kurze Zeit später zu dem nicht weit entferntem Red Wood Forest auf. Hier findet man unendlich viele gigantische Kalifornische Red Wood Bäume vor, die angeblich mal gezielt angepflanzt wurden. Es gibt zig Wanderwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ich entscheide mich für den 7,5km langen Trail, da dies der einzige Wanderweg ist, der auch an den Geysiren vorbeiführt. Ich laufe durch den Wald, vorbei an riesengroßen, roten Bäumen und fühle mich mal wieder wie in einer anderen Welt. Tatsächlich komme ich auch an zwei Aussichtspunkten vorbei, an denen man einen tollen Blick auf Rotorua und die Geysire hat.

Nach insgesamt 23km Fußmarsch kehre ich zurück ins Hostel. Was meint ihr, wo ich meinen Abend verbracht habe?

Richtig, im Whirlpool!

2 Kommentare zu „Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao

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