Buenos Días, Buenos Aires!

Nach 12 Stunden Aufenthalt in Auckland und weiteren 12 Stunden im Flugzeug (3er-Reihe am Fenster für mich allein – yesssss) komme ich in der Hauptstadt Argentiniens, dem ersten und leider kurzen Stopp meiner Südamerika-Reise an. Dass ich mit Englisch nicht weit komme, merke ich bereits am Flughafen. Entweder die Menschen sprechen recht gutes Englisch oder sie verstehen kein einziges Wort. Meistens ist letzteres der Fall. Naja, muss ich meine Spanisch-Kenntnisse halt auffrischen. In Deutschland erwartet schließlich auch jeder, dass ein „Ausländer“ Deutsch spricht.

Knapp 3 Stunden brauche ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hostel. Der Flughafen ist nämlich etwas außerhalb. Außerdem verfahre ich mich dann natürlich mal wieder. Nachdem ich die erste Nacht fast gar nicht schlafe (Frauen können so laut und rücksichtslos sein!), kämpfe ich mich mittags aus dem Bett und gönne mir erstmal ein leckeres Frühstück in einem Café. Danach schließe ich mich einer Free Walking Tour im City Center an. Wir kommen an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei und unser Guide Martin füttert uns mit reichlich geschichtlichen Informationen und Anekdoten. Die Tour endet am Plaza de Mayo an der Casa Rosada, dem rosarotem Regierungsgebäude. Dort findet gerade eine Wachenablösung statt und die argentinische Fahne wird vom Fahnenmast geholt. Zelebriert wird dies in imposanter Uniform, begleitet von lauter Musik.

Casa Rosado

Den restlichen Nachmittag nutze ich, um Richtung Hafen zur Puenta Mujeres (Frauenbrücke) zu laufen. Ich schlendere am Ufer und an den vielen Restaurants vorbei und fahre nach dem Sonnenuntergang wieder zurück zum Hostel. Nichtsahnend, dass eine weitere schlaflose Nacht auf mich wartet.

Blick auf die Puenta Mujeres

Völlig übermüdet mache ich mich am nächsten Morgen auf dem Weg Richtung Zentrum. Es steht eine weitere Walking Tour auf dem Programm. Diese beginnt heute am Theater Colón. Wir sind eine sehr kleine Gruppe von nur 5 Leuten, was ziemlich cool ist. Juan führt uns bis in den Stadtteil Recoleta und zeigt uns die verschiedenen Seiten der Stadt – von beeindruckenden Gebäuden und Palästen bis hin zu den dicht an dicht gebauten Wohnungen im Slum, die wir sicherheitshalber nur aus der Ferne betrachten. Nach der Tour laufe ich noch über den Friedhof Recoleta, auf dem zahlreiche bekannte Persönlichkeiten begraben wurden, und dann durch einige Parks zurück zum Hostel.

Das Teatro Colón
Friedhof Recoleta

Am frühen Abend treffe ich mich mit Julia. Julia habe ich vor einigen Wochen auf Fiji kennengelernt, sie lebt in Buenos Aires. Wir setzen uns in ein nettes Café und haben uns erstmal ganz viel zu erzählen. Später nimmt sie mich mit in eine Bar und stellt mich ihren Freunden vor. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen im bunten Arbeiterviertel ‚La Boca‘.

Dank Zimmerwechsel und Ohropax schlafe ich diese Nacht etwas besser. So gut sogar, dass ich meinen Wecker nicht höre und fast verschlafe. Ich hab’s dann noch einigermaßen pünktlich nach La Boca geschafft. Dort treffe ich nicht nur Julia, sondern auch Mimi und Marie, die ich auf der gestrigen Tour kennengelernt habe. Ich hab’s momentan mit den Walking Tours, auch heute steht wieder eine an. Wir schauen uns das hübsche, bunte Viertel an, erhalten allerlei interessante Informationen und beenden die Tour am Stadion ‚La Bombonera‘. Ich schlendere mit Julia noch etwas durch die Straßen und sie besorgt uns einige leckere Empanadas, die wir direkt verspeisen.

Das bunte Viertel ‚La Boca‘
Das Stadion ‚La Bombonera‘

Für den Abend habe ich mich mit Mimi verabredet. Wir treffen uns in einem Tango-Club, um dort essen zu gehen und der Tanzstunde zuzuschauen. Wir werden dann von einem älteren Herren zu einem Tanz aufgefordert und er bringt uns die Grundschritte des Tango bei. Er setzt sich zu uns, spricht jedoch leider kein Wort Englisch und wir versuchen uns mit unserem 3-Jahre-Schulspanisch zu verständigen. Wir verbringen hier auf jeden Fall einen sehr witzigen Abend!

Eigentlich wollte ich meinen letzten Tag in Buenos Aires nutzen, um einen Tagesausflug in die uruguayanische Stadt ‚Colonial‘ zu machen. Dort ist man ab Buenos Aires nämlich innerhalb von 1,5 Stunden mit der Fähre. Da ich mal wieder bis zur letzten Sekunde warte, ist die Tour nicht mehr verfügbar. Daher entschließe ich mich, mal einen entspannten Tag einzulegen, Wäsche zu waschen und den Nachmittag zu nutzen, um durch das Viertel ‚Palermo‘, das für Street Art und Graffiti bekannt ist, zu laufen.

2 Kommentare zu „Buenos Días, Buenos Aires!

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