Der Titicacasee & die schwimmenden Inseln der Uros

Kaum sind wir in Puno am Titicacasee angekommen, merke ich, wie mir die Höhe von 3800m zu schaffen macht. Von der Höhenkrankeit hatte ich schon einiges gehört, hätte aber nicht gedacht, dass es mich direkt erwischen würde. Hallo Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit! Hinzu kommt, dass wir die ganze Nacht frieren, weil das Zimmer – wie die meisten vorherigen auch – so schlecht isoliert ist. Da ist die Freude natürlich groß, als der Wecker bereits um 6.00 Uhr klingelt. Nicht…Aber was will ich mich beschweren? Wir haben für heute einen echt coolen Ausflug gebucht. Früh am Morgen werden wir abgeholt und zum Hafen gebracht. Von da aus geht’s mit einem Boot weiter zu den schwimmenden Inseln der Uros. Wir werden freundlich von den in bunten Röcken gekleideten Peruanerinnen empfangen und dürfen sogar auch die traditionelle Kleidung anprobieren. Jede der schwimmenden Inseln hat einen Chief. Von diesem erfahren wir einiges über das Leben auf den Inseln und wie diese entstanden sind. Die Inseln sind gerade mal 3m tief und bestehen aus Erde und Schilf. Es folgt noch ein Abschiedssong und wir fahren weiter zur nächsten schwimmenden Insel. Diese soll wohl die „Hauptstadt“ der Uro-Inseln sein und es gibt hier ein kleines Café. Ich besorge mir direkt einen Coca-Tee, der bei Höhenkrankeit helfen soll. Mir geht’s nämlich immer noch nicht so klasse.Danach fahren wir weiter auf die (nichtschwimmende) Insel Tranquille, die wir innerhalb von 2,5 Stunden erreichen. Wir laufen den Berg hoch ins „Dorf“ und nun merkt auch Pia die Höhe. Es ist einfach extrem anstrengend. Oben angekommen erwartet uns ein leckeres Lunch bei einer einheimischen Familie mit Blick aufs Meer. Danach folgt eine kurze Vorstellung mit Musik und Tanz bevor es weiter Richtung Hafen geht. Dort wartet bereits das Boot auf uns. Auf halber Strecke fängt der Motor dann plötzlich extrem an zu qualmen. Dies wird auf peruanische Art und Weise gelöst, indem ein Eimer Wasser drüber gekippt wird. Es geht im Schneckentempo weiter. Während andere Boote uns überholen, fragen wir uns alle, ob wir denn heute überhaupt noch ankommen. Hat dann glücklicherweise alles noch geklappt und wir fallen abends unendlich müde ins Bett.

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