Tierisches Vergnügen auf der Insel Isabela

Wo die Iguanas auf der Straße und Seelöwen auf der Parkbank liegen – willkommen auf der schönen Insel Isabela!

Bereits am nächsten Tag brechen wir zur Insel Isabela, der größten Insel der Galápagos-Inseln, auf. Isabela ist mit einer kleinen Fähre innerhalb von 2,5 Stunden zu erreichen. Umweltschutz wird hier übrigens groß geschrieben und so wird unser Gepäck bei jeder Gelegenheit durchsucht, um die Flora und Fauna der jeweiligen Insel zu schützen. Mein Backpack wird jedoch nicht angefasst, sondern lediglich gefragt, ob ich Früchte, Samen oder sonstiges Essen dabei hätte. Ich hätte meinen mittlerweile vollgestopften Rucksack auch nicht durchsuchen wollen. Die Fahrt ist auf Grund des starken Wellengangs alles andere als angenehm. Glücklicherweise bin ich relativ unempfindlich, anderen geht es jedoch nicht ganz so gut. Weitere Details erspare ich euch. Auf Isabela angekommen, werden wir von den ersten Seelöwen und Iguanas begrüßt, die wirklich überall auf der Straße, am Strand und auf den Parkbänken liegen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Tiere haben hier keine schlechten Erfahrungen mit der Spezies Mensch gemacht und sehen den Menschen daher nicht als Feind an. Man wird eher links liegen gelassen. Ein absolut tierischer erster Eindruck der Insel. Ich könnte Stunden damit verbringen, die Tiere hier zu beobachten.

In meinem nächsten Leben werde ich Seehund.
Ein Marine-Iguana – Diese Art gibt es nur auf den Galápagos-Inseln!

Unsere Unterkunft haben wir über AirBnb gebucht und sind total begeistert. Das Zimmer ist schön groß und sauber und in den Hängestühlen – und matten lässt es sich super entspannen. Wir erkunden zunächst den Ort Puerto Villamil. Die Zeit ist hier stehen geblieben. Es ist nicht viel los, die Locals sind sehr freundlich, es gibt ein paar nette Restaurants und Cafés und einen wunderschönen, langen Sandstrand. Hier treffen wir auch auf zahlreiche Iguanas, die sich auf den heißen Steinen aufwärmen. Wir laufen einen Holzsteg entlang, der an mehreren Lagunen vorbeiführt, in denen knallpinke Flamingos auf Fischfang gehen. Am Ende des langen Steges kommen wir an einer Schildkrötenaufzuchtstation an und sehen direkt die gigantischen Riesenschildkröten. Wir sind total beeindruckt und hoffen, dass wir diese später auch noch in freier Wildbahn antreffen werden.

Paradiesisch schön!
Na, wer entdeckt ihn?
Und noch ein paar Seelöwen-Fotos

Am nächsten Tag mache ich einen Ausflug zum bekannten Vulkan Sierra Negra (Beitrag folgt). Die darauffolgenden Tage verbringen wir am Strand und an dem tollen Schnorchelspot Concha Perla. Hier stoße ich auf 3 Meeresschildkröten (eine davon riesengroß!), Adlerrochen, einen kleinen Hai und viele bunte Fische. Übrigens bekomme ich auch kurz die Chance mit einem verspielten und neugierigen Seelöwen zu schwimmen – ein supertolles Erlebnis! Die Tiere hier sind generell sehr viel zutraulicher als bei uns. Füttern und Streicheln ist natürlich trotzdem Tabu!

Am letzten Tag steht die Wanderung zur Mauer der Tränen auf dem Programm. Der Weg und das Naturschutzgebiet sind bekannt für die Riesenschildkröten, die man hier in freier Natur beobachten kann. Wir können unser Glück kaum fassen, als wir schon nach wenigen Minuten am Wegesrand die erste Schildkröte entdecken – ein unglaublicher Moment, uns stockt beiden der Atem. Es folgen weitere Schildkrötenbegegnungen, tolle Vegetation und fantastische Ausblicke auf die Umgebung. Auch die Mauer der Tränen ist wahnsinnig beeindruckend. Von 1945 bis 1959 haben Gefangene einer Sträflingskolonie diese bauen müssen, viele kamen dabei ums Leben. Einheimische behaupten, heutzutage immer noch die Schreie der Gefangen hören zu können.

Die Tränenmauer

Wir hatten ein paar wirklich tolle Tage auf Isabela und fahren nun noch für ein paar Tage zurück auf die Insel Santa Cruz.

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