Vulkan Sierra Negra – Wanderung zum zweitgrößten Krater der Welt

Heute steht ein Ausflug zum Vulkan Sierra Negra auf dem Programm. Der Wecker klingelt mal wieder viel zu früh. Pia bleibt liegen, da sie sich aus Budgetgründen gegen den Ausflug entschieden hat. Daher ziehe ich alleine los und werde pünktlich um 7 Uhr an unserer Unterkunft abgeholt.

Die Galápagos-Inseln sind übrigens – anders als die kontinentalen Inseln – ozeanischen Ursprungs. Das heißt, dass nie eine Verbindung zum Festland bestand und sie durch Vulkanismus vom Meeresboden zur Meeresoberfläche gewachsen sind.

Auf Isabela gibt es insgesamt 6 Vulkane. Der 1.100m hohe Vulkan ‚Sierra Negra‘ ist der älteste und aktivste Vulkan der Insel und auch der einzige, der bestiegen werden kann. Mit 10km Durchmessern hat er den zweitgrößten Vulkankrater der Welt (auf Platz 1: Yellow Stone in Kalifornien). Diese und viele weitere Informationen erhalten wir bei unserer Einweisung vor der Wanderung. Unser Guide ist klasse, kennt sich super aus und ist mit Leidenschaft dabei. Er bereitet uns darauf vor, dass die insgesamt 18km lange Wanderung zum Vulkankrater und zurück nicht gerade einfach ist.

Wir starten bei Nebel und leichtem Nieselregen. Habe ich schon erwähnt, dass ich meine Regenjacke vor ein paar Wochen in Peru im Bus hab‘ liegenlassen? – ich Trottel! Hätte ich jetzt gut gebrauchen können… Wir folgen unserem Guide, der ein ziemlich straffes Tempo draufhaut. Eine halbe Stunde später erklärt er uns, er habe uns testen wollen und wir seien alle fit genug für die Wanderung. Mittlerweile ist es glücklicherweise auch nicht mehr ganz so neblig. Wir halten auf dem Weg mehrmals an und unser Guide (dessen Namen ich leider vergessen habe) zeigt uns verschiedene Pflanzen und Tiere. Wir probieren Kräuter und pflücken uns frische Guaven vom Baum. Wir erfahren nicht nur einiges über Vulkanismus, sondern auch über die Flora und Fauna der schönen Insel Isabela.

Nach ca. 2 Stunden kommen wir am Vulkankrater an und sind wirklich sprachlos. Der Krater ist lediglich 100m tief, aber riesengroß und mit seinem schwarzen Gestein und den Lavatunneln wirklich beeindruckend. Wir gehen noch ein ganzes Stück weiter und unser Guide zeigt uns die schönsten Aussichtspunkte. Von hier aus haben wir eine tolle Aussicht auf den Rest der Insel. Übrigens gibt es im Krater selbst weitere kleine Krater und Vulkane, die sogar erst kürzlich aktiv waren. Über die Kraterlandschaft des Vulkan Chico, die der Mondoberfläche Konkurrenz machen würde, geht es wieder zurück Richtung Startpunkt, wo wir diese außergewöhnliche Wanderung beenden und uns völlig erschöpft, aber glücklich, in den Bus Richtung Puerto Villamil setzen.

Erster Blick in den Vulkankrater
Vorne rechts zwei Mini-Krater im Riesen-Krater
Die Steinchen funkeln zwar schön, sollten aber lieber dort bleiben. Ansonsten droht eine 5.000 USD Strafe.
Lava

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