Besuch auf Pepe’s Farm in den Highlands

Manchmal trifft man auf seinem Weg ganz besondere Menschen. Einer davon ist definitiv Pepe.

Als Pepe mich fragt, ob ich ihn zu seiner Farm im Hochland von San Cristóbal begleiten möchte, überlege ich nicht lange und sage sofort zu. Am nächsten Tag brechen wir schon früh auf und kommen kurze Zeit später auf der Farm an. Pepe führt mich herum, zeigt mir die vielen Obstbäume und einen kleinen Fluss, der in einem ‚Natural Pool‘ mündet. Neben frischen Guaven, Mandarinen und Orangen, darf ich auch die mir vorher unbekannte Frucht Guaba probieren. Die Plantage ist übrigens riesig und Pepe beschäftigt daher 2 Mitarbeiter, die ihm bei der Ernte usw. helfen. Ab und zu muss er aber mal nach dem Rechten schauen – so auch heute. Er zeigt mir, wie man Papayas erntet und ich helfe ihm, die vielen Orangen aufzusammeln und Mandarinen zu pflücken. Außerdem erzählt er mir Geschichten von früher und zeigt mir Bilder seiner Familie. Er war mal ein recht bekannter Musiker und ist schon viel rumgekommen. Unter anderem hat er in Schweden gelebt und dort auch eine Tochter und Enkeltochter. Dutzende Ameisenbisse später und dafür ein paar Gehirnzellen weniger (mir sind ein paar Dutzend Mandarinen auf den Kopf gefallen), machen wir uns auf den Rückweg, um gemeinsam im Ort Mittag zu essen.

Natural Pool
Pepe
Papayas pflücken
Guaba
Mini-Avocados

Den Nachmittag verbringe ich am Strand und im Wasser und treffe hier auf drei verspielte Seelöwen, die immer wieder lächelnd an mir vorbeiziehen.

Um 18 Uhr bin ich wieder mit Pepe verabredet. Er möchte mich zu Empanadas und Morocho einladen. Morocho wird aus gemahlenem, weißen Mais, Milch und Rosinen hergestellt und heiß getrunken. Schmeckt ein bisschen wie Milchreis – nur besser. Zum Abschied schenkt er mir noch einen Sack Kaffee aus eigenem Anbau und erklärt mir, dass dies nun mein Zuhause sei und er sich sehr freuen würde, wenn wir uns wiedersehen. Ich bin gerührt über so eine Herzensgüte und Großzügigkeit. Und ein wenig traurig, dass ich diesen tollen Ort nun wieder verlassen muss. Es geht wieder zurück nach Quito!

Empanadas und Morocho mit Pepe
Adiós Islas Galápagos – schön war’s!

Ein Kommentar zu „Besuch auf Pepe’s Farm in den Highlands

  1. Das ist wieder mal ein Bericht den ich mit Tränen in den Augen lese… So viel Herzlichkeit…. So schöne Momente mit herzlichen Menschen, die Du erleben darfst… Das rührt mich sehr und ich freue mich mit… Deine Mami

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