Quito Part II

Ich bin zurück in Quito und habe mich in einem echt tollen Hostel einquartiert. Das Masaya Hostel empfängt mich mit einer fetten Electro-Party im Garten. Genau mein Ding. Ich schnapp‘ mir erstmal ein Bier und mische mich unter die Menge. Das Hostel ist sehr cool eingerichtet und hat viele, nette Chillout Areas und ein Restaurant mit leckerem, gesundem Essen. Ich hab hier meine eigene, kleine Koje mit Licht, Steckdosen, Regalen und Rollo. Für Hostelverhältnisse echt Luxus.

Electro-Party im Garten
Masaya Hostel

Während ich bei meinem ersten Besuch in Quito vor zwei Wochen noch etwas skeptisch war, da einfach jeder überall vor dieser „gefährlichen“ Stadt gewarnt hat, gefällt mir Quito nun von Tag zu Tag besser. Natürlich sollte man mit Handy und Kamera nachts nicht alleine durch die Straßen laufen, aber mit etwas gesundem Menschenverstand ist das wirklich halb so wild. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken und es macht einfach Spaß ohne Ziel durch die Straßen zu schlendern. Die Quitenos sind auch sehr nett. Nur die Verkäufer, die hier von Zahnbürsten bis Buntstifte wirklich alles verkaufen, sind teils etwas nervig. Übrigens ist es hier auch üblich, dass Kinder auf die Straße geschickt werden, um Ware zu verkaufen oder Autos an der Ampel für Geld putzen. Armut ist ein großes Thema und die Menschen lassen sich alles mögliche einfallen, um sich etwas dazu zu verdienen.

Wie ihr bereits wisst, bin ich seit BA ein Fan von Free Walking Touren. Man lernt die Stadt so einfach nochmal ganz anders kennen und ist nicht allein. Daher schließe ich mich am nächsten Morgen einer Tour durch das historische Zentrum von Quito an. Wir starten in einer großen Markthalle und werden herumgeführt. Wir kommen an ein paar Ständen mit verschiedenen Kräutern und Pflanzen vorbei. Bevor Quitenos zum Arzt laufen, gehen sie wohl zuerst auf den Markt und lassen sich etwas zusammenmischen. Die Damen wissen genau, welche Pflanzen bei Höhenkrankheit, Magenproblemen usw. helfen können. Außerdem probieren wir an einem Stand verschiedene Früchte, wie beispielsweise Drachenfrucht, Stachelannone und Passionsfrüchte.

Kräuterhexe

Wir laufen durch die Straßen und unser Guide Natalie erzählt uns interessante Geschichten über die Stadt und zeigt uns die verschiedenen Gebäude. Wir kommen auch an einem Schokoladengeschäft vorbei und erfahren dort, wie die bekannte Schokolade aus Ecuador hergestellt wird. Wir probieren Kakaobohnen und reiben unsere Hände mit Kakaobutter ein. Die Ecuadorianer hier sind sehr stolz auf ihre Schokolade – zu Recht! – , die es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und mit unterschiedlich hohen Kakaoanteilen gibt. Übrigens wird ein Großteil der deutschen Schokolade bzw. die Kakaobohnen aus Ecuador importiert. Ecuador verlangt, dass dies zukünftig auf den Etiketten angegeben wird – achtet also beim nächsten Schokikauf mal drauf (und ich meine nicht Kinderschokokade…) 😉

Plaza Grande
Partymeile La Foch
Streetart gibt’s auch

Was ich sonst noch so in Ecuadors Hauptstadt treibe? Ich lasse mich durch die Straßen treiben, unternehme ein paar Tagesausflüge in die Umgebung (Beiträge folgen), spaziere durch den Park El Ejido und besichtige die beeindruckende Basílica del Voto Nacional, von der man einen fantastischen Blick auf die Stadt hat. Quito, tú me gustas!

Basílica del Voto Nacional

Übrigens muss ich mich korrigieren. Ich hab herausgefunden, dass Quito nicht die höchste, sondern nach La Paz in Bolivien die zweithöchste Hauptstadt der Welt ist. Sorry für die falsche Info!

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