Die Mitte der Welt/Mitad del Mundo

Stellt euch einfach vor, heute ist der 24.09. und ich lade total pünktlich und topaktuell diesen und die weiteren bald folgenden Beiträge hoch 😉 Falls euch dies nicht gelingt: Großes SORRY, ich war zu beschäftigt damit, meinen letzten Reisemonat zu genießen und habe den Blog hier etwas vernachlässigt. Daher nun die „kleine“ Verzögerung. Aber.. besser spät als nie – oder?!

Eine knappe Stunde entfernt von Quito verläuft der Äquator. Die sogenannte „Mitte der Welt“ (auf spanisch: Mitad del Mundo) ist hier eine echte Attraktion. Die Lage des Äquators hat sich im Laufe der Zeit mehrfach verändert. Während die alten Quechua sie mithilfe einer Sonnenuhr bestimmten, benutzten die Franzosen im 18. Jahrhundert Vermessungsgeräte. Später kam auch noch die moderne GPS-Technologie hinzu.

Unser Guide führt uns durch die Ausstellung. Die Äquatorlinie ist rot aufgemalt und wir führen einige Experimente durch, die beweisen sollen, dass sich die Stätte tatsächlich am Äquator befindet und wie die Kräfte dort wirken. Zum Beispiel wird die Rotation von ablaufendem Wasser demonstriert (Stichwort: Corioliseeffekt): auf der Südhalbkugel verläuft diese im Uhrzeigersinn, auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn und direkt auf dem Äquator gibt es gar keine Rotation. Anschließend zeigt uns unser Guide, dass man hier ein Ei auf einem Nagel platzieren kann. Das soll wohl nur hier möglich sein. Naja, uns ist es jedenfalls nicht gelungen. Wir laufen auch auf der Linie entlang und merken, dass dies gar nicht so einfach ist. Es fühlt sich an, als ob man gleichzeitig auf beide Seiten gezogen wird und mir wird etwas schwindelig (nur Kopfsache?!).

Zufällig im Partnerlook! Deutschland auf der Nord- und Australien auf der Südhalbkugel.

300m weiter in einer Parkanlage befindet sich ein weiteres Monument, das wir uns jedoch nicht mehr ansehen bzw. nur aus einiger Entfernung. Hier bestimmte der Franzose Charles Marie de la Condamine im Jahr 1736 eine (auf 240m) genaue Position des Äquators. Auf einem 30m hohen Bauwerk thront eine große Kugel (4,5m Durchmesser), die die Erde und den Äquator symbolisieren soll. Zudem soll eine gelbe Linie in Ost- und Westrichtung genau auf dem Äquator liegen. Diese Messung sei jedoch falsch.

Nach anschließender Recherche bin ich auf viel Skepsis bzgl. der richtigen Lage des Äquators gestoßen und auch die Experimente sollen wohl lediglich Tricks sein. Die Wahrheit werde ich wohl nie erfahren. Eine spannende Erfahrung war’s trotzdem!

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