Vulkan Cotopaxi und Lagune Quilotoa

Quito ist nicht nur eine tolle, aufregende Stadt, sondern auch ein guter Ausgangspunkt, um die vielen landschaftlichen Highlights in der Umgebung zu erkunden. Nach anfänglichen Problemen mit der Höhe (Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit…) habe ich mich nach ein paar Tagen einigermaßen daran gewöhnt und entscheide mich daher zwei Tagesausflüge in die Umgebung zu unternehmen, die mich zwar in noch höher gelegene Gegenden bringen, dafür aber wunderschön sein sollen.

Der erste Ausflug geht zum Vulkan Cotopaxi, der mit 5897m der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Welt ist. Nach einem stärkenden Frühstück und kurzem Kennenlernen der Gruppe (ein nettes norwegisches Paar in meinem Alter und eine französische Omi) fahren wir über die staubigen Straßen zum Fuße des Vulkans, der sich noch etwas hinter den Wolken versteckt. Es ist ziemlich kalt und ich vermisse wiedermals meine Jacke, die ich in Peru verloren habe. Aber nach den ersten Metern kommen wir bereits ins Schwitzen, denn der Aufstieg ist ziemlich anstrengend und die Luft dünn. Die 73 jährige Omi hat bereits nach 5 Metern aufgegeben und wartet nun im Auto. Unser Ziel ist das Basecamp in 5000m Höhe, ab dem die Wanderer den 6-stündigen Aufstieg starten und später auch übernachten. Weiter soll es für uns nicht gehen, ist mir aber auch sehr recht. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir oben angekommen und machen noch einen kurzen Abstecher zu den Gletschern. Laut unserem Guide wird es diese wohl in einigen Jahren auf Grund der Klimaerwärmung nicht mehr geben – wie schade. Wir laufen noch ein Stück weiter zum Basecamp, stärken uns dort mit einer heißen Schokolade und laufen dann wieder zum Parkplatz zurück. Die Aussicht von hier oben ist wunderschön, aber die Luft einfach zu dünn, um es hier länger auszuhalten.

Hinter den Wolekn versteckt sich der schneebedeckte Cotopaxi
Die Gruppe
An den Gletschern angekommen
Sonnenbrille sitzt
Das Basecamp

Zurück geht es dann auf Mountainbikes und wir versuchen uns auf der rutschigen Schotterpiste nicht langzulegen. An der Lagune Limpiopung erwartet uns dann der Guide, der uns nach einem leckeren Mittagessen wieder zurück nach Quito bringt.

Am nächsten Tag steht ein Ausflug zur Quilotoa Lagune auf dem Programm. Der Krater-See liegt im westlichsten Vulkan Ecuadors, entstanden ist er vermutlich bei einem Ausbruch im Jahre 1280. Heute ist die Lagune ein beliebtes Ausflugsziel, man kann sowohl ca. 300 Höhenmeter zum See runter wandern, oder ihn auf Höhe des Kraterrandes umrunden. Auf dem Weg dorthin halten wir an einigen Aussichtspunkten und an einem kleinen Dorf an. Der Dorfälteste gibt uns eine kleine Führung, sein Enkel sammelt Süßigkeiten ein, die wir ihm mitgebracht haben.

In your face!

Wir kommen an der Lagune an, schließen alle die Augen, nehmen uns an die Hände und unser Guide führt uns zum Aussichtspunkt. Wir öffnen die Augen und sind sprachlos beim Anblick der türkisblauen Lagune. Wir laufen den endlos langen und staubigen Weg hinunter und werden immer wieder mit dem tollsten Blick auf die fast unecht wirkende Lagune belohnt. Nach knapp einer Stunde erreichen wir das Flussufer. Der Krater-See scheint vulkanisch noch aktiv zu sein, an einigen Stellen sprudelt es aus der Tiefe hinauf. Es ist so schön ruhig und friedlich hier und wir erholen uns von dem anstrengen Anstieg bevor wir den noch sehr viel anstrengenderen Aufstieg antreten. Völlig entkräftet kommen wir nach einer gefühlten Ewigkeit oben an.

Erster Blick auf die Quilotoa Lagune
Na, wer entdeckt mich?

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