Abenteuer Amazonas

Zum Abschluss meiner Südamerika-Reise habe ich mir etwas ganz besonderes vorgenommen. Für 5 Tage geht es in den Amazonas von Ecuador – abseits der Zivilisation, kein Internet, keine Hektik, einfach Natur pur. Mit dem Nachtbus fahre ich von Quito nach Lago Agrio (8h), dort habe ich einen kurzen Zwischenstopp und werde dann von einem weiteren Bus abgeholt. 2 Stunden später  erreiche ich den Treffpunkt in Cuyabeno. Nach der Quilotoa-Wandertour und einer relativ schlaflosen Nacht, bin ich ziemlich fertig. Aber was soll das Geheule, 5 Tage Amazonas warten auf mich – Ich freu mich TIERISCH!

Per motorisiertem Kanu geht es den Cuyabeno River entlang. Auf beiden Seiten des Flusses sehen wir Dschungel soweit das Auge reicht. Und es gibt hier so unfassbar viele, laute Geräusche. Wir entdecken auch schon die ersten Tiere am Ufer, unter anderem eine kleine Anaconda. Wie unser Guide die kleinen, gut getarnten Tiere spottet, ist mir wirklich ein Rätsel.

Wir kommen in unserer Lodge, die sich mitten im Dschungel befindet, an. Es ist total schön und idyllisch hier und ich habe für die gesamte Zeit ein 5-Bett-Zimmer mit Bad für mich allein. Abends ertönt ein lauter Gong und alle versammeln sich im Restaurant der Lodge. Es werden leckere, traditionell ecuadorianische Leckereien serviert. Die Stimmung ist super. In meiner Dschungelgruppe ist ein französisches Pärchen, ein englisch-ecuadorianisches Pärchen mit Kind und ein Schwede. Gemeinsam erkunden wir in den kommenden Tagen den Dschungel.

Die meiste Zeit verbringen wir im Kanu, das uns durch die vielen Kanäle und das ruhige Wasser fährt. Unser Guide entdeckt dabei immer wieder neue Tiere am Ufer. Unter anderem sehen wir Faultiere, verschiedene Affenarten, Boas, Taranteln, unendlich viele, bunte Vögel und Papageien, ein Stachelschwein und Kaimane. Wir baden im warmen Wasser, wandern durch den Dschungel, bewundern den Sonnenuntergang vom Kanu aus und entdecken bei einer Nachtwanderung verschiedene ungiftige und sehr giftige Spinnenarten. Und einen kleinen Skorpion. Auch der Besuch eines traditionellen Dorfes steht auf dem Programm. Dort lernen wir, wie man aus der Yucca-Pflanze ohne eine einzige weitere Zutat ein leckeres Brot backt und probieren hochprozentigen Amazonas-Schnaps. Desweiteren treffen wir auf einen Schamanen, der uns in die Welt der pflanzlichen Heilung und Magie einführt, uns eine Gesichtsbemalung verpasst und uns mit einem Palmenblatt unter unverständlichen Worten und viel Hokuspokus über den Rücken wedelt. Wir angeln Piranhas (habe ich den Anderen überlassen…) und suchen nachts mit Taschenlampen funkelnde Kaimanaugen am Ufer. Abends klettern wir auf den Tower und bestaunen den Sternenhimmel, den man an wohl kaum einem anderen Ort so klar sieht wie hier.

Übrigens habe ich schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Zu Dschungelgeräuschen einzuschlafen ist wunderbar entspannend und fast noch schöner als Meeresrauschen. Und wisst ihr, was das beste überhaupt ist? Von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Kein Internet. Kein Handy. Dafür wertvolle Zeit in tolle Gespräche und die wirklich wichtigen Dinge investieren.

Caiman Lodge
Ameisen werden verspeist
Wer entdeckt die Boa?
Die Lodge von oben
Besuch im Village
Yucca
Tarantel-Babys
Und ein ausgewachsenes Exemplar
‚Heilung‘ durch Schamanen
Nachtwanderung
Die Gruppe
Piranha
Dschungelprüfung bestanden!
Kaiman-Spotting

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s