Der tropische Norden und die Hauptstadt Port Louis

Wir verlassen unsere schöne Unterkunft in La Gaulette und fahren Richtung Norden. Auf dem Weg machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Botanischen Garten ‚Sir Seewoosagur Ramgoolam‘, der sich im Ort Pamplemousses befindet. Insgesamt wachsen hier 800 verschiedene Pflanzen, davon 80 verschiedene Palmenarten. Markenzeichen des Gartens ist die Amazonas-Wasserlilie mit ihren riesigen Blättern. Übrigens findet hier gerade eine größere, indische Feier statt. Wir können nicht ganz zuordnen, was genau gefeiert wird, Zusehen macht trotzdem Spaß.

Angeblich sind die Blätter so stabil, dass man ein Kleinkind draufsetzen kann

Nach Ankunft in unserer (leider sehr sehr kleinen) Ferienwohnung in Bain Boeuf machen wir einen Spaziergang zum Küstenort Cap Malheureux, der unter anderem für seine hübsche Kirche bekannt ist. Eine Kirche für unsere Trauung hätten wir dann schon mal! Den Abend lassen wir am Strand von Pereybere bei Sonnenuntergang mit gebratenem Reis und gebratenen Nudeln to go ausklingen.

Am nächsten Tag schlendern wir über den Basar von Grand Baie. Zwei Strandlaken und einen Magneten später machen wir es uns am schönen Strand gemütlich. Es ist hier übrigens sehr viel wärmer als an der Westküste, das Meer ist dafür jedoch angenehm kühl und eine tolle Erfrischung. Auch die Strände von Mont Choisy und Trou aux Biches stehen heute auf dem Programm. Mit dem Auto kann man hier alles innerhalb weniger Minuten erreichen, Parkplätze gibt es zudem an jeder Ecke. Die Strände sind schön, das Wasser türkisblau, nur einen guten Schnorchelspot haben wir bisher leider noch nicht gefunden.

Basar von Grand Baie
Grand Baie Beach

Lange haben wir überlegt, ob wir der Hauptstadt Port Louis einen Besuch abstatten. Auf Verkehr, viele Menschen und Großstadt haben wir nämlich gerade nicht so Bock. Dennoch haben wir uns dafür entschieden, Mauritius mal von einer anderen, authentischen Seite abseits des Tourismus kennenzulernen und so geht es mit dem Bus zurück an die Ostküste. Port Louis ist übrigens auch heißester Ort der ganzen Insel.

Am Busbahnhof steigen wir aus, laufen Richtung Hafen und kommen am Informationszentrum des Lagers ‚Aapravasi Ghat‘ vorbei. Ab 1834 kamen mehr als 450.000 indische Einwanderer auf der Suche nach Arbeit nach Port Louis und verblieben zunächst im Lager, das als Zwischenstation diente. 2006 wurde Aapravasi Ghat in die UNESCO-Liste der Weltkukturerbe aufgenommen und informiert nun über die Geschichte und das damalige Leben der indischen Einwanderer. Dies erklärt übrigens auch, warum ein Großteil der Bevölkerung Mauritius indischen Ursprungs ist.

Nach der Besichtigung des Informationszentrums laufen wir am Hafen weiter entlang zur Caudan Waterfront. Hier gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants und einige weitere Museen. Hübsch ist auch die Gasse mit den vielen, bunten Regenschirmen.

Ansonsten schlendern wir durch die Gassen, lassen Stadt und Menschen auf uns wirken, besuchen die riesengroße Pferderennbahn, laufen zur Burg Fort Adelaide und beenden unseren Stadtrundgang auf dem Zentralmarkt bevor es mit dem Bus wieder zurück in den Norden geht (und anfängt in Strömen zu regnen). Port Louis mag nicht die schönste Stadt sein, ist unserer Meinung nach jedoch definitiv auf einer Mauritius-Reise einen Besuch wert.

Zentralmarkt
Ulkiges Gemüse für Sven und Anke 😉
Eine deutsche REWE-Tüte gibt’s gratis dazu
Pferderennbahn
Pferderennbahn von oben
Fort Adelaide